Konsultieren Sie einen Berater
Anmeldung
Deutsch
Währung: EUR
Las Palmas de Gran Canaria
+34 928 490 021
+34 667 065 988
WhatsApp
 
Öffnungszeiten : 9.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag - geschlossen
Eine Gesetzesänderung soll Immobilienbesitzern auf den Kanaren das leichtere Vermieten ermöglichen
Eine Gesetzesänderung soll Immobilienbesitzern auf den Kanaren das leichtere Vermieten ermöglichen

Eine Gesetzesänderung soll Immobilienbesitzern auf den Kanaren das leichtere Vermieten ermöglichen

Eines der liebsten Urlaubsdomizile des Deutschen sind die Kanarischen Inseln. Und ganz besonders natürlich die schöne Insel Gran Canaria. Viele haben sich im Laufe der Zeit dort ihre zweite Heimat aufgebaut. Haben sich eine Immobilie angeschafft und sogar einige Ferienwohnungen angeeignet. Die Weitervermietung dieser Immobilien gestaltete sich allerdings in der Vergangenheit äußerst schwierig und nur mit der Überwindung etlicher Hürden und Auflagen. 

Das soll sich in Zukunft jedoch ändern. Die kanarische Regierung sieht nun vor, dass Immobilienbesitzer auf den Kanarischen Inseln ihre Immobilien ohne Weiteres und vor allem ohne jegliche Stolpersteine bald privat vermieten können. Ein weiterer Fortschritt in Sachen effektiver und erfolgreicher Touristik kanarischer Politik. 

Für Touristen ein großes Plus

Sobald sich dieses Gesetz verabschiedet, haben es Touristen von nun an wesentlich leichter, ihre geeignete Unterkunft für den Traumurlaub auf den Kanaren finden zu können. Die Auswahl wird dementsprechend größer, vielfältiger und abwechslungsreicher. Ob es die Finca auf Lanzarote sein soll, ein Ferienhaus in den verschiedenen Regionen Gran Canaria oder doch das schmucke Appartement auf Fuerteventura. Die Auswahl wird in jedem Fall wesentlich vielfältiger und größer als bisher ausfallen.

Einen weiteren Vorteil könnte es durch diese Gesetzesänderung ebenfalls insbesondere für Deutsche Touristen geben. Da sich etliche Deutsche im Laufe der Jahrzehnte Immobilien auf den Kanaren zugelegt haben, werden diese schließlich auch aus deutscher Hand geführt, bewirtschaftet sowie vermietet und verpachtet. Das gibt dem Ganzen noch zusätzlich ein gewisses Gefühl der Sicherheit und Absicherung. Bisher war es den Eigentümern von Fincas, Ferienhäusern und Wohnungen auf den Kanaren verwehrt, diese privat zu vermieten. Der Streit über diese Möglichkeit zog sich über etliche Jahre hinweg und dauert schließlich noch immer an. Vor Kurzem hat aber der Abgeordnete für Touristik auf den Kanarischen Inseln durchsickern lassen, dass sich dies nun bald ändern soll. Ein Aufatmen scheint hier bei vielen Immobilienbesitzern durch die Reihe zu vernehmen zu sein, denn schließlich ist es genau das, worauf sie schon seit geraumer Zeit warten: Die Möglichkeit endlich privat die Immobilien an Urlauber und Interessierte vermieten zu können, ohne die bisher scheinbar unüberwindbaren Hürden und Auflagen zu erfüllen zu müssen.

Für jedermann möglich

Entnimmt man einigen Passagen des vorläufigen Gesetzesentwurfes hierfür den Inhalt, soll es zukünftig für jedermann möglich sein, seine Immobilie vermieten zu können. Das heißt im Klartext, dass jede Ferienwohnung, jedes Appartement, jede Villa und jedes Ferienhaus und Finca von privat an privat vermietet und verpachtet werden kann. Allerdings gibt es dennoch einige kleine Hürden zu überwinden, denn Appartements und Ferienhäuser, die zukünftig vermietet werden sollen, müssen sich einer offiziellen Vorprüfung unterziehen. Das dient aber lediglich der Sicherheit und der Erfüllung gewisser Standards und ist sozusagen ein weiterer Pluspunkt für die Touristik dieser Regionen. Schließlich will jeder Urlauber und Tourist auch das vorfinden und beanspruchen können, was ihm im Vorfeld auch angeboten und angepriesen wurde. Die Ausstattung eines Ferienhauses muss ebenso wie die eines Appartements alle Kriterien erfüllen können, um schließlich öffentlich zur Vermietung angepriesen zu werden.

Privatiers sind klar im Vorteil

Die Sachlage oder der ausschlaggebende Grund, warum dies bisher nicht auf den Kanarischen Inseln möglich war, ist einleuchtend: Es sind die Besitzer kanarischer und einheimischer Hotelanlagen und Restaurationsbetriebe, die mit Pensionen und Gästezimmern warben und nun einer ernsthaften Konkurrenz mit Sorge und Angst ins Auge blicken müssen, wenn sich diese Gesetzesänderung tatsächlich durchsetzt. Der kanarische Hotel- und Gaststättenverband macht sich diesbezüglich stark und setzt alles in seiner Macht stehende dagegen, dass es dazu kommt, und will somit den Rücken aller ansässigen und einheimischen Unternehmen dieser Branche stärken.

Dass die Privatiers dieser Branche daraus ihren Nutzen ziehen können und somit klar im Vorteil sind, ist ebenso wenig von der Hand zu weisen, wie die Tatsache, dass sich große Hotelkomplexe ihrer bisher guten Bettenbelegung fürchten und kleinere Pensionen unter Umständen ebenfalls um ihre Existenz bangen. Andererseits standen und stehen besonders Kleinbetriebe seit Jahren im Schatten der Hotelanlagen dieser Regionen, die wie man weiß, nicht gerade klein und bescheiden sind. Sie locken mit ihren All-Inclusive-Angeboten und schlangen bisher die kleinen Fische und stahlen ihnen quasi so die Butter vom Brot. Denn die meisten Pensionen und Ferienhaus- und Wohnungsvermieter sind Familienbetriebe. Sie leben und existieren von dem Tourismus dieser Region. Für sie steht das Leben und Überleben einer ganzen Familie auf dem Spiel. Die Gesetzesänderung könnte somit für solche Betriebe eine Bereicherung sein und die Innenstädte könnten durch diese Vermietungen wieder neu zum Leben erweckt werden und eine hohe Tourismusfluktation auch in der Nebensaison bescheren.

Es wird ernst

Dass diese Gesetzesänderung im Raum steht, ist Fakt, und auch, dass diese auch zum ersten Mal tatsächlich auf ernst gemeintem Nährboden wächst. Sie könnte die Ausgangssitzion im Bereich der Touristik auf den spanischen Inseln deutlich verändern und die Karten neu mischen. Bisher klagten Immobilienbesitzer immer wieder im regelmäßigen Turnus über diese Missstände und immer wieder wurde dieses Thema zwar ausgiebig diskutiert und behandelt, landete aber schließlich wieder in der Schublade oder unter dem Tisch und wurde kurz angerissen und verschwand ebenso schnell. Nun scheint es ernst zu werden, denn das ließ die Touristikbranche der Kanaren ganz klar verlauten. Die Frage ist eigentlich nur noch, wann der Gesetzesentwurf nun tatsächlich in die Tat umgesetzt wird.

2018, 5 Oktober
 
2015 Alle Rechte vorbehalten. Verhaltenskodex und Datenschutzerklärung